Waschen ist nur ein Teil der Angaben
Beim Waschsymbol nennt die Zahl die höchstens zulässige Temperatur. Ein oder zwei Balken unter dem Waschbottich weisen auf eine schonendere Behandlung hin; ein durchgestrichenes Symbol untersagt das entsprechende Verfahren. Diese Angaben gehören zusammen. Eine passende Temperatur allein bedeutet nicht, dass jedes Programm mit dieser Temperatur geeignet ist.
Daneben stehen Hinweise zu Bleichen, Trocknen, Bügeln und professioneller Pflege. Prüfen Sie insbesondere die Trocknung schon vor dem Waschen. Wenn ein Teil anschließend liegend trocknen muss, brauchen Sie dafür einen geeigneten Platz. Eine spontane Entscheidung für den Trockner ist keine neutrale Abkürzung, wenn das Etikett dies nicht erlaubt.
Ein kleines Etikett lesbar machen
Suchen Sie bei mehrteiligen Etiketten auch auf der Rückseite nach ergänzendem Text. Gutes Licht oder ein vergrößertes Foto kann helfen, kleine Zeichen zu unterscheiden. Speichern Sie das Foto mit einem Hinweis auf das Kleidungsstück, wenn Sie die Angaben später schnell wiederfinden möchten. Ein Bild ohne Zuordnung wird zwischen mehreren ähnlichen schwarzen Oberteilen leicht unbrauchbar.
Ist ein Zeichen unklar, vergleichen Sie es mit der Erklärung einer zuständigen Kennzeichnungsorganisation wie GINETEX. Raten Sie nicht aus der Ähnlichkeit zu einem anderen Symbol. Zusätzliche Herstellertexte können Hinweise für abnehmbare Teile oder besondere Verzierungen enthalten und sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Etikett und Waschmaschine zusammenbringen
Schauen Sie anschließend in die Anleitung Ihrer Maschine, welches Programm die geforderte Behandlung bietet. Programmnamen unterscheiden sich zwischen Geräten. Ein vertrauter Name auf einer neuen Maschine garantiert nicht dieselben Einstellungen. Temperatur, Beladung und weitere Optionen sollten zur jeweiligen Anleitung und zum Kleidungsstück passen.
Wenn mehrere Teile gemeinsam gewaschen werden sollen, genügt nicht das Etikett des robustesten Stücks. Prüfen Sie, ob sie überhaupt dieselbe Behandlung vertragen. Trennen Sie unpassende Teile, statt einen gemeinsamen Kompromiss zu wählen, der für ein empfindliches Stück ungeeignet bleibt.
Wenn die Angaben fehlen
Fragen Sie bei einem identifizierbaren Modell beim Hersteller nach oder lassen Sie ein empfindliches Stück fachlich beurteilen. Eine Vermutung aufgrund des Griffs ist unsicher. Entfernen Sie ein störendes Etikett erst, nachdem seine Angaben eindeutig dokumentiert sind. So bleibt die Pflegeentscheidung beim nächsten Mal an das konkrete Kleidungsstück gebunden.



